Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen auf und in der Ukraine herrscht plötzlich Frieden. Das Töten und die Zerstörung des Landes hätten endlich ein Ende gefunden, die täglichen Kriegsbilder würden der Vergangenheit angehören. Vor noch wenigen Monaten undenkbar, keimt nun langsam, aber sicher die Hoffnung auf, dass es 2025 tatsächlich zu einem Frieden in der Ukraine kommen könnte.
Dreht der politische Wind?
Donald Trump hat bekanntlich damit geprahlt, nach einem Wahlsieg rasch für Frieden in der Region zu sorgen. Auf Trump setzt deshalb sogar die Mehrheit der vom Krieg gebeutelten Ukrainer inzwischen ihre Hoffnungen.
Falls der designierte US-Präsident, um die Regierung in Kiew an den Verhandlungstisch mit Russland zu zwingen, der Ukraine möglicherweise finanzielle und militärische Unterstützung entziehen würde, wäre Europa auf sich allein gestellt.
Den Braten scheinen inzwischen auch immer mehr europäische Politiker zu riechen, weshalb die kriegerische Rhetorik und Durchhalteparolen der europäischen Politik der letzten Jahre inzwischen mehr und mehr weitaus konzilianteren Tönen weichen.
Wie so ein Frieden ausgestaltet sein könnte, ist bisweilen unklar. Die Ausgangslage bei Verhandlungen aus Sicht der Ukraine ist jedenfalls denkbar schlecht und Russland scheint derzeit am längeren Hebel zu sitzen. Trotzdem gibt es nach Jahren endlich wieder einen Lichtblick im Ukrainekrieg und damit auch für die europäische Wirtschaft, die nicht nur – aber auch – aufgrund eines Kriegs in direkter Nachbarschaft wie gelähmt scheint.
Ukrainefrieden als Turnaround für Europas Industrie?
Für die gebeutelte europäische Psyche wäre ein Frieden in der Ukraine wichtig, würde dadurch schließlich eine neue Aufbruchstimmung entstehen, die Unternehmen möglicherweise wieder zu mehr Investitionen und Verbraucher zu mehr Konsum ermutigen könnte.
Zudem gäbe es in Sachen Ukraine-Wiederaufbau jede Menge zu tun. Große Teile der ukrainischen Infrastruktur sind dem Erdboden gleichgemacht. Straßen, Brücken, Bahntrassen, Stromleitungen, Kraftwerke, Wohngebäude, Krankenhäuser und Schulen wollen repariert bzw. neu aufgebaut werden.
Dafür bedarf es nicht nur jede Menge Baumaterial, sondern auch Maschinen und Know-how, was von europäischen Konzernen geliefert werden könnte. Über die Finanzierung mache ich mir indes keine Sorgen. Nicht nur aus psychologischen, sondern auch strategischen Gründen sollte es dem Westen ein großes Anliegen sein, die Ukraine zu einem wehrfähigen Frontstaat gegenüber Russland zu machen. Und das schafft man langfristig nur, indem man auch viel Geld in die wirtschaftliche Grundlage des Landes steckt. Deshalb ist davon auszugehen, dass in Sachen Ukraine der Westen wieder seine Spendierhosen auspackt, wie es schon bei der Lieferung von Waffen und Hilfsgütern der Fall war.
Europäische Unternehmen stehen bereits in den Startlöchern, um von diesem Geldregen zu profitieren. Und Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel hat einige dieser potenziellen Profiteure in der aktuellen Studie für Sie mitgebracht, deren Kurse im Zuge eines möglichen Ukrainefriedens bereits deutlich anziehen könnten, lange bevor die ersten Baumaschinen durch die Ukraine pflügen.
Ihr Christof von Wenzl
von Cashkurs*Trends
Mitglieder von Cashkurs*Trends können sich die aktuelle Studie stets im Mitgliederbereich herunterladen. Über diesen Link geht’s zur neuen Studie